Das Modelbusiness hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert. Dies ist nicht zuletzt dem Supermodel-Hype der neunziger Jahre und den nachfolgenden Castingshows wie Germany's next Topmodel im Fernsehen zuzuschreiben, die aus den Vereinigten Staaten auch zu uns hinüber gewandert sind. Durch die mediale Aufmerksamkeit ist das Modelbusiness viel transparenter geworden. Es hat nichts von seinem Glamour verloren; aber viel mehr Menschen ist klar geworden, dass es eine gute Einkommensquelle darstellen kann, wenn man mit Disziplin an die Sache herangeht. Auch die Vielfalt des Modelbusiness hat sich offenbart: Hat man früher darunter zumeist Laufsteg- und Covermodels verstanden, ist jetzt klar, wie vielseitig Models eingesetzt werden. Das reicht von Katalogaufträgen zu Werbeaufnahmen, von Promotionauftritten bis zum Onlineeinsatz.
Auch eine weitere, entscheidende Hürde auf dem Weg zum Model werden ist inzwischen gefallen. Früher waren es hauptsächlich die großen Modelagenturen, die den Weg zu einer Karriere geebnet haben. Man war dafür auf stundenlange Modelcastings angewiesen, deren Ergebnisse oft entscheidend von der sehr subjektiven Einschätzung des jeweiligen Modelscouts abhingen. Oft fanden diese im europäischen Ausland statt; es bedurfte also schon einer nicht unerheblichen Investition, überhaupt dorthin zu reisen. Zuvor musste man oft auf eigene Kosten noch eine aufwendige Sedcard erstellen lassen, die ebenfalls teuer war. Auch für die Fotografen bot dieser Weg entscheidende Nachteile: Oft arbeiten Fotografen viel lieber direkt mit einem Fotomodell ihrer eigenen Auswahl. Gerade Models mit weniger Erfahrung bringen dabei eine gewisse Frische und Natürlichkeit mit.
Glücklicherweise ist diese Entwicklung durch das Internet gebremst worden. Seriöse Plattformen wie die Modelkartei Model Universum (http://www.model-universum.de) bieten inzwischen all die Möglichkeiten an, die noch vor ein paar Jahren talentierten und viel versprechenden Models das Model werden versperrt haben. Auch Fotografen profitieren enorm: Durch den direkten Kontakt mit angehenden Models, und die direkte, gegenseitige Einsicht in die online gestellten Sedcards von Models, Fotografen und Visagisten, ist keiner der Beteilgten mehr auf eine vermittelnde Modelagentur angewiesen. Hinzu kommt, dass alle Funktionen der Plattform umsonst sind - und im Falle eines Engagements auch keine Provision mehr an eine Modelagentur zu zahlen ist.
Die Sedcards sind kostenlos, und können ganz nach eigenem Geschmack zusammengestellt werden. Jeder Sedcard ist eine eigene URL zugeordnet, die angehende Models und Fotografen beispielsweise auf ihrer eigenen Webseite, ihrem Blog oder ihrer Visitenkarte posten können, und zukünftigen Arbeitgebern so ein aufwendiges Speichern von Daten oder Fotomaterial ersparen. Durch das Anlegen von Fotoalben können die einzelnen Modelaccounts noch vielfältiger und interessanter für interessierte Fotografen oder Visagisten gestaltet werden.